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Der Kurländer Palais

Als Schmuckstück der barocken Baukunst, ist das Kurländer Palais nicht allein in Bezug auf seine Zweckmäßigkeit zu betrachten. Gewiss, es liegt mitten in der sächsischen Landeshauptstadt mit direkten und schnellen Wegen sowohl zu Weltkultur als auch zu Unternehmen – rein funktional eine Pole-Position, wie sie kaum ein zweites Gebäude im Dresdner Weltkultur-Areal für sich proklamieren kann. Und doch wäre eine solche Betrachtung ein Frevel. Denn das Kurländer Palais ist zuerst ein herrliches Kleinod barocker Baukunst und ein letztes Glanzstück großer Historie.
 

Die Ursprünge des Kurländer Palais

Die Ursprünge des Kurländer Palais datieren auf das Jahr 1575, als das einstöckige Gebäude entstand. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde das Gebäude erweitert und zusätzlich ein Lustgarten angelegt. 1718 wurde das Bauwerk Amtssitz des neuen Dresdner Gouverneurs Graf von Wackerbarth. Nur wenige Jahre später, während eines Besuches des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. im Jahre 1728, ging das Gebäude in Flammen auf. Von Wackerbarth selbst beauftragte noch im selben Jahr Johann Christoph Knöffel mit dem Wiederaufbau des Palais. Knöffel war Schüler des Baumeisters Pöppelmann, dessen berühmtestes Werk der Dresdner Zwinger ist, und galt damals als der bedeutendste Architekt Dresdens. Bereits im Herbst des folgenden Jahres wurde der geplante Neubau des Kurländer Palais vollendet.

Im Jahre 1734 folgte Friedrich August von Rutowski als Hausherr. Er gründete hier die erste Dresdner Freimaurerloge, die „zu den drei Schwertern“ genannt wurde. Das Kurländer Palais kam später in den Besitz des Chevalier de Saxe, der die Innenarchitektur im Jahr 1764 verändern ließ.

www.kurlaender-palais.com

Bauherr: FIRA® und USD Firmengruppe
Generalunternehmen: FIRA® Firmengruppe
Leistung: Wiederaufbau
Ausführung: Januar 2007 – Dezember 2008

Die wechselvolle Geschichte ab Ende des 18. Jahrhunderts

Seinen heutigen Namen trägt das Kurländer Palais nach dem sächsischen Prinzen Carl, einem Sohn Friedrich August II., der ein kurzes Gastspiel als Herzog von Kurland gab und anschließend als Erbe des Chevaliers in diesem Palais sein Leben verbrachte. Ende des 18. Jahrhunderts kaufte Kurfürst Friedrich August I., ab 1806 König von Sachsen, das Palais.

Das 19. Jahrhundert war für das Kurländer Palais eine wechselvolle Zeit. Anfangs diente es als Lazarett, zwischen 1815 und 1864 war die Königliche Chirurgisch-Medizinische Akademie in diesem Haus untergebracht. Einer der Professoren war der Maler, Naturforscher und Arzt Carl-Gustav Carus. Das Dresdner Uniklinikum trägt noch heute seinen Namen. Auch später wurde das Gebäude zur Medizinforschung genutzt.

Von 1924 bis 1945 nutzte der Landesverein „Sächsischer Heimatschutz“ die Räume des Kurländer Palais. Die Bombenangriffe im Februar 1945 ließen vom Palais nur eine Ruine zurück. In den Zeiten der DDR hatte sich der legendäre Jazzclub „Tonne“ in den Kellerräumen eingerichtet.

Der Wiederaufbau des Kleinods barocker Baukunst

Das Kurländer Palais erstrahlt wieder – schön, wie zu seinen besten Zeiten. Genau diese Doppelwertigkeit macht seine Einzigartigkeit aus. Die zentrale Innenstadtlage des Kurländer Palais im Weltkulturareal mit Zwinger, Neumarkt, Semperoper und Brühlscher Terrasse, mit direktem Blick auf die Frauenkirche lassen das historische Bauwerk besonders reizvoll erscheinen.

Der Wiederaufbau des Kurländer Palais durch die FIRA® Firmengruppe erfolgte für die Nutzung als exklusives Geschäftshaus. So bietet das Kurländer Palais eine außerordentliche und zugleich beeindruckende Plattform für Tagungen, Seminare, Schulungen und Veranstaltungen. Ergreifend, eindrucksvoll und ebenso imposant hat die FIRA® den Wiederaufbau des Ballsaales gestaltet. Dieser wurde in den ursprünglichen Zustand vor der Zerstörung des Palais im Jahre 1945 zurückversetzt.

Und wenn Sie meinen, ein Stückchen urbane Funktionalität täte dem Ganzen gut: Lassen Sie sich vom Gegenteil überraschen. Vertrauen Sie dem Geschmack und dem Anspruch einzigartiger Männer, die das Kurländer Palais einst zu ihrer Residenz erwählten – und seien Sie selbst herzöglich willkommen!